Schlagwort: Sprache

Und heute? Heute haben wir keine Wut, keine Waffen, keine Ideen, manche nichtmal ne Sprache mehr. Aber Hashtags.

@garstl, ohne Titel (via Twitter), 13.9.2015

Die Sprache der Heuchler zu übernehmen bedeutet, dass man selbst einer der Heuchler ist.

Last Knights, 2015

We’re these unbelievably complicated brains drifting through a void, trying in vain to connect with one another by blindly flinging words out into the darkness.
Every choice of phrasing and spelling and tone and timing carries countless contexts and and subtexts and more, and every listener interprets those signals in their own way.
Language isn’t a formal system. Language is glorious chaos.

Randall Munroe, I could care less (xkcd.com), 13.09.2015

a paradox – an artifact of our careless use of language

Janna Levin, A Madman Dreams of Turing Machines, Seite 53, 2007

Denn da beginnt die Propaganda: dass man die Welt mit Worten baut, dass sich die Worte vor die Welt schieben, dass Sprache die Realität ersetzt.

Georg Diez, Westen ist nur ein Wort (via S.P.O.N.), 29.08.2014

Die Grundfunktion von Sprache ist nicht, die Welt neutral abzubilden, sondern eine bestimmte Perspektive auf sie zu kommunizieren.

Anatol Stefanowitsch, “Bis zur letzten Patrone” – wie Sprache diskriminiert (via RheinNeckarBlog), 6. März 2014

Ohne Sprache keine Begriffe. Ohne Begriffe keine Begründungen, ohne Begründungen keinen Krieg. Ohne Krieg keine Angst.

Juli Zeh, Nullzeit, Seite 69, 2014

Die Sprache ist nicht einmal dazu da, um geglaubt zu werden, sondern um zu gehorchen und Gehorsam zu verschaffen.

Gilles Deleuze & Felix Guattari, Tausend Plateaus: Kapitalismus und Schizophrenie

Das wichtigste ist eine Sprache zu finden. Worte zu finden. Das heißt Räume zu finden. Räume für den Austausch – und das heißt im Grunde das wieder herzustellen, was diese Aufgabe zwei Jahrhunderte erfüllt hat und was man einmal Politik genannt hat.

Alain Bertho, Les raisons de la colère (via youtube), 2010

Sprache schafft Konzepte. Konzepte schaffen Ketten. Ich bin gefangen […], gefangen und weiß nicht wo.

Salman Rushdie, Grimus, seite 12, märz 2001